ÜBER MICH
Ich bin schon heute nicht mehr der Gleiche, der ich gestern noch war.
Und auch morgen werde ich ein Anderer sein.
Veränderung ist die Grundlage.
Das Unbeständige ist das einzig Beständige.
Das Fundament meiner Arbeit ist aus dem zu schöpfen, was ich nicht weiß.
Ich vertraue darauf Lernender zu sein, anstatt Wissender.
Ich traue den Fragen mehr, als den Antworten.
Ich glaube an einen Ort, der weit unter dem Denken liegt.
Die Kunst ist mein Portal, durch das ich steige, um den unbekannten Tiefen zu begegnen.
Hier unten beginnt der Dialog.
Die Leinwand fängt an zu erzählen und ich antworte.
Es entsteht ein Zwischenspiel von Kontrolle und Loslassen.
Zwei Pole zwischen denen ich wanke.
Was lasse ich geschehen und welchen Strich setze ich ganz bewusst?
Wenn meine Werke Geschichten erzählen von denen ich noch gar nichts wusste, weil ich es schaffe sie sich selbst zu überlassen, dann sind das die größten Momente.
Und doch sind es niemals fremde Geschichten, weil meine Kunst immer direkt mit meinem Leben verknüpft ist.
Und weil ich finde, dass Leben nicht im Denken stattfindet, lassen sich meine Werke mehr in reinem empfinden nachvollziehen anstatt mit dem Kopf.
Sie sind die Sprache meiner Emotionalität, meiner Verletzlichkeit, meines puren Seins, meiner Impulse.
Sie geben mir Antworten, wenn ich mich kompromisslos den Fragen ergebe.
Die Geschichten, die Antworten sind die meinen.
Doch nur solange ich sie durch meine eigenen Augen betrachte.
Andere Augen lesen andere Geschichten und so soll es sein.
Für andere sind es die ihren.